Hi! Schön, dass du da bist.
Du bist neugierig? Lass mich dir meine Geschichte erzählen:
Nachdem ich fast mein ganzes Leben gewartet habe, ist es nun soweit – ich habe mich endlich mit dem Tanzen selbstständig gemacht! Wenn ich an die kleine Nati denke, die mit knapp vier Jahren angefangen hat zu tanzen, kann ich es manchmal selbst nicht glauben.
In den letzten Jahren habe ich so viele Erfahrungen machen, auf der Bühne stehen und wachsen dürfen. Unter anderem war ich für drei Spielzeiten am Staatstheater Karlsruhe und bin danach zum damaligen Choreografen an seine Tanzschule gewechselt – und seitdem Teil des Ensembles der Tanztribüne im Kulturzentrum Tempel. Ich durfte so viele besondere Momente erleben, auf der Bühne stehen, wachsen, lernen und vor allem erfahren, wie viel Kraft im Tanz steckt.
Gleichzeitig habe ich aber auch immer wieder die Seiten kennengelernt, über die man nicht so gerne spricht: Konkurrenzkampf, Leistungsdruck, ständiges Vergleichen, veraltete Körperbilder. Irgendwann war für mich klar, dass ich das nicht weitertragen möchte. Nach dem Abitur habe ich fast zwei Jahre Pause gemacht und diese Zeit auch wirklich gebraucht, um für mich zu definieren, was im Tanzen für mich zählt. Welche Werte bleiben, wenn man all das weglässt, was sich falsch anfühlt? Ich habe angefangen, Anglistik, Philosophie und Germanistik zu studieren und schließe wahrscheinlich in genau dieser Sekunde meinen Bachelor ab 🙂
Vor 2 Jahren, mit 22, habe ich über den Hochschulsport in Heidelberg wieder angefangen, verschiedene Kurse zu unterrichten. Meine Kurse sind ein Safe Space – frei von Beurteilung. Mir ist wichtig, dass sich jede*r willkommen fühlt. Ich möchte einen Raum schaffen, in dem der Tanz im Mittelpunkt steht: Es geht darum, sich gegenseitig zu feiern, statt sich gegenseitig zu messen. Ich möchte vermitteln, worum es im Tanzen für mich wirklich geht: Ich unterrichte nicht nur Tanz, ich unterrichte Selbstbewusstsein und Selbstliebe.